Die Hauptschritte des Spritzgussverfahrens

Das Spritzgießverfahren, oder Spritzguss, ermöglicht die Fertigung von Objekten aus dem gewünschten Material in mittleren oder sehr großen Serien. Die hohe Qualität der Gussform und die Präzision des Verfahrens ermöglichen das Herstellen von visuell-ansprechenden sowie funktionalen Teilen. Serienteile dieser Art werden für verschiedene Industrien gefertigt. Sie können zum Beispiel für Haushaltsgeräte oder die Automobilindustrie verwendet werden.

etapes

Das Prinzip des Spritzgussverfahrens

Beim Spritzgießen wird ein geschmolzenes Polymer (thermoplastisches Material) unter hohem Druck in eine Form eingespritzt.

Die Durchführung des Spritzgusses

Beim Spritzgießen werden thermoplastische Materialien verwendet. Diese liegen vor der Verarbeitungsphase in Form von Granulaten vor. Sie werden unter der Einwirkung von Hitze erweicht. Sobald es flüssig ist, wird das Material in eine Gussform gespritzt und nimmt dann die Form von deren Abdruck an. Danach kühlt das Material ab, bis es sich verfestigt. Wenn die gewünschte Härte erreicht wurde, wird das Teil ausgeworfen und ist einsatzbereit.

Die Hauptschritte des Spritzgießens

  1. Fertigung der beiden Hälften der Gussform – eine feste und eine bewegliche. Die Konstruktion der Gussform muss ein leichtes Auswerfen der fertigen Teile ermöglichen.
  2. Die Gussform an der Spritzgießmaschine montieren. Die zwei Teile der Gussform werden stark gegeneinander gepresst. Das Granulat-Material wird einer erhitzten Plastifizierschnecke zugeführt. Die Rotation der Schnecke erweicht in Kombination mit der Temperatur die Granulate und wandelt sie in geschmolzenen Kunststoff um. Das geschmolzene und verformbare Material sammelt sich vor dem Spritzgießen im vorderen Teil der Schnecke.
  3. Der durch die Hitze erweichte Kunststoff wird unter Hochdruck in die Gussform eingespritzt. In dieser Phase muss sichergestellt werden, dass die Gussform komplett gefüllt wird, bevor sich das Material verfestigt. Deshalb wird der Druck auf das Material weiterhin aufrecht erhalten, um den durch das Abkühlen des Materials verursachten Rückgang zu kompensieren.
  4. Kühlungskreisläufe im Inneren der Gussform härten den Kunststoff aus. Danach wird das Objekt aus der Gussform entfernt.
  5. Nun beginnt der Prozess mit dem nächsten Teil von vorne.

Ihr Kommentar

Ihre email-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder *