3 häufige Fragen zum Vakuumgießen

In diesem Abschnitt finden Sie die Antworten unseres Werkstattleiters auf eine Auswahl von häufig gestellten Fragen zum Vakuumguss:

Welches sind die einzelnen Produktionsschritte des Vakuumgießverfahrens?

Das Vakuumgießverfahren ermöglicht die Herstellung von mehreren Kunststoffteilen mit einer Silikonform. Zunächst muss mithilfe der 3D-Dateien der Prototypen ein Urmodell gefertigt werden. Letzteres wird entweder per Stereolithographie oder CNC-Bearbeitung hergestellt. Danach wird die Gussform mit diesem Urmodell gefertigt.

Nach Entwicklung der Form wird das Material eingespritzt. Es wird dann in einem Ofen getrocknet. Das ausgehärtete Teil wird schließlich aus der Form entfernt. Das Verfahren wird so oft wiederholt, wie die Form es erlaubt. Letztere hat eine begrenzte Anzahl von Anwendungen und eine Lebensdauer von etwa 40 Tagen. Dann muss eine neue Form erstellt werden. Die Komplexität der Teile wirkt sich auch auf die Menge der Teile aus, die mit einer Form per Vakuumgießverfahren gefertigt werden können.

Ab wie vielen Teilen ist das Vakuumgießen kostengünstiger als die CNC-Bearbeitung?

Das Vakuumgießen bietet enorme Skaleneffekte. Diese Prototyping-Technologie wird für die Fertigung von mehr als ein Dutzend Teilen empfohlen. Ab dieser Menge werden die Kosten des Silikonwerkzeugs immer geringer, was aus der Vakuumgusstechnologie eine attraktivere Lösung als die CNC-Bearbeitung macht.

Das benötigte Werkzeug setzt sich aus einem Urmodell und einer Gussform zusammen. Die Kostenvorteile erreichen in der Regel ihre obere Grenze bei 100 bis 200 Prototypen. Jenseits dieser Menge ist es empfehlenswert, eine Gussform aus Aluminium oder Stahl zu fertigen.

Die CNC-Bearbeitung hat auch gewisse Mengenvorteile, diese sind allerdings von folgenden Kosten abhängig:

  • Dauer, für die die Maschine oder die Maschinen verwendet werden.
  • Materialkosten
  • Benötigte Zeit für das Oberflächenfinish der Teile (Polieren, Lackieren usw.) oder die Programmierung der Maschine.

Diese Mengenvorteile sind geringer als die des Vakuumgießverfahrens. Darüber hinaus ermöglicht Vakuumguss eine schnellere Fertigung als die CNC-Bearbeitung, wenn mehr als ein Dutzend Teile hergestellt werden.

Welche Materialien eignen sich für die Fertigung von transparenten Teilen?

Für Vakuumgussprojekte gibt es verschiedene Materialien mit unterschiedlichen Eigenschaften. Die Auswahl erfolgt im Einklang mit den technischen Spezifikationen der Teile. Es ist schwierig, eine umfassende Präsentation aller Lösungen zu präsentieren. Nachstehenden finden Sie dennoch einige mögliche Lösungen.

Zum Beispiel bietet PU PMMA eine höhere Transparenz als PU PC, aber eine geringere Stabilität. PU PC ist daher besser geeignet für Teile, die Transparenz und besondere Stabilität voraussetzen.

Die Referenzen PX5212 und PX5213 von Axson werden für die Fertigung von farbigen, transparenten Teilen empfohlen. Mit entsprechenden Farbstoffen wird der gewünschte Farbton erreicht. Darüber hinaus können mit den Materialien 8744 und 8743 von Heicast (ähnlich wie PMMA) farbige und transparente Teile gefertigt werden, die ihre Farbe und Geometrie auch bei langem Kontakt mit UV-Licht beibehalten.

Das Material T03B7 von Heicast wird für transparente, flexible Teile empfohlen. Damit wird eine Shore-Härte zwischen 30 und 80 erreicht. Allerdings erhöhen bestimmte geometrische Formen das Risiko von Deformationen und Bruch. Lassen Sie uns Ihre 3D-Dateien zukommen und wir werden Sie über die eventuellen Risiken von Deformationen und Bruch informieren.

 

Pièce transparente obtenue en coulée sous vide PU PMMA

Pièce transparente obtenue en coulée sous vide PU PMMA

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